Seine Augen trinken alles
Max Ernst, Kampf der Fische, 1917,
Aquarell auf Papier, 14x20,5cm,
Sammlung Dallas Ernst © VG Bild-Kunst, Bonn
Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl
Infos:
Öffnungszeiten
Di-So 11-18 Uhr
sowie Oster- und Pfingstmontag
Geschlossen: Montag sowie Weiberfastnacht, Karnevalssonntag,
Rosenmontag, Karfreitag, 1. Mai
Eintrittspreise
Erwachsene: 6 € / ermäßigt 3,50 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eintritt frei
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 272 Seiten.
Preis an der Museumskasse: 39,90 €
web: www.maxernstmuseum.de
Max Ernst und die Zeit um den Ersten Weltkrieg
Im Jahr 2014 jährt sich
der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum
hundertsten Mal. Die Sonderausstellung
»Seine Augen trinken alles - Max Ernst und
die Zeit um den Ersten Weltkrieg« im Max
Ernst Museum Brühl des LVR beleuchtet
die künstlerische »Inkubationszeit« des
1891 in Brühl geborenen Ausnahmetalentes
in den 1910er und 1920er Jahren. Mit den
poetischen
Worten »Seine Augen trinken
alles was in den Sehkreis kommt« charakterisierte
Max Ernst im Rückblick die vielfältigen
Eindrücke, die er während seines
Studiums an der Bonner Universität gesammelt
hatte.
Es werden Kunstwerke und Objekte präsentiert,
die ihn beeindruckten und die er kritisch
rezipierte. In der von Achim Sommer
und Jürgen Pech unter Mitwirkung von
Ljiljana Radlovic kuratierten Ausstellung
werden eigenen frühen Werken Beispiele
seiner damaligen Favoriten wie Delaunay,
Macke, Klee, Picasso oder Matisse gegenübergestellt.
Gemälde der von ihm kritisierten
Künstler aus den Beständen des
ehemaligen Städtischen Museums Villa
Obernier kontrastieren mit diesen avantgardistischen
Positionen.
Die konservativ
geprägte Ausbildung am Kunsthistorischen
Institut der Universität Bonn sowie seine
Faszination für ozeanische und afrikanische
Kultobjekte werden thematisiert. Ebenso
werden seine Erfahrungen während des
Ersten Weltkrieges anhand von Briefen dokumentiert.
Ein exemplarischer Ausblick
auf seine Kunst nach 1918 zeigt seine Entwicklung
hin zu neuen Formen und Inhalten.
Somit erschließt die Ausstellung wichtige
Wegmarken der künstlerischen Entwicklung
von Max Ernst in einem bedeutungsvollen
Kontext mit internationalen Leihgaben.
Max Ernst, Selbstporträt, 1909,
Öl auf Karton, 18x12cm, Max Ernst Museum Brühl des LVR,
Stiftung Max Ernst © VG Bild-Kunst, Bonn 2014