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Maria Th. Segschneider



Florale Geschöpfe

Die in Frechen-Königsdorf lebende Künstlerin Maria Th. Segschneider bevorzugt bei ihrer Ölmalerei fünf Themenbereiche: Obst & Gemüse, Frauen, Tiere, Himmel und Blumen. Diese Ausstellung beschränkt sich auf die Darstellungen der Blumen. Die Bilder zeigen stark vergrößerte Blüten, teilweise als Ausschnitt. Die sehr realistische Wiedergabe erinnert zunächst an Stillleben-Malerei. Durch die Reduzierung auf ein Motiv und die Vergrößerung desselben erreicht die Künstlerin jedoch eine Monumentalisierung der in der Natur eher kleinen, manchmal auch unscheinbaren, häufig von unserem Blick in ihrem Detailreichtum nicht wahrgenommenen Blüten.

 © M.Segschneider

Iris, 2000, Öl/Lwd.,
90x120cm, © M.Segschneider
Tulpe; © M.Segschneider

Tulpe, 2000, Öl/Lwd.,
100x80cm, © M.Segschneider
Erwachen; © M.Segschneider

Erwachen, 1998, Öl/Lwd.,
100x80cm, © M.Segschneider

Blumen werden meist als schön beschrieben, doch ein genaues Erfassen der Blütendetails bleibt in der Regel dem Botaniker überlassen - oder den Künstlern. Maria Segschneider zeigt uns Betrachtern florale Strukturen überdeutlich, oft im Augenblick ihrer höchsten Blühphase, in der Vielseitigkeit ihrer Formen und Farben.

Entfaltung; © M.Segschneider

Entfaltung, 2001, Öl/Lwd.,
120x90cm, © M.Segschneider
Morgentau; © M.Segschneider

Morgentau, 2003, Öl/Lwd.,
100x80cm, © M.Segschneider
Frieden und Liebe; © M.Segschneider

Frieden und Liebe, 2004, Öl/Lwd.,
110x130cm, © M.Segschneider


Biografie

Maria Theresia Segschneider wurde 1959 in Bergheim geboren und lebte dort bis zu ihrem Umzug nach Frechen-Königsdorf im Jahr 1989. 1975/76 entstanden erste Ölbilder bei dem Bildhauer Heinz Klein-Arendt. Nach dem Abitur studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Neuss mit den Fächern Deutsch und Kunst. Ab 1988 Hospitanz bei dem Maler und Bildhauer Waldemar J. Erdtmann.


Der Weg zur Malerei (von M.Th. Segschneider)

Mit 6 Jahren wollte ich Lehrerin werden, mit 17 Jahren Künstlerin, also studierte ich, um einen ordentlichen Beruf zu erlernen - Deutsch und Kunst für das Lehramt - und landete nach dem 2. Examen - mitten in der Lehrerschwemme - in der Baubranche im elterlichen Gerüstbaubetrieb. Morgens Stempelkarten auswerten, abends Pinsel schwingen, bis der Drang, nur noch zu malen, immer stärker wurde.





Portrait Maria Segschneider; ©Maria Segschneider

Maria Th. Segschneider

Dann lernten wir (mein Mann und größter Mäzen) Waldemar Erdtmann kennen, der mein Lehrer über Jahre wurde und bei dem ich mir handwerkliches Rüstzeug aneignete, z. B. wie frau ein Bild in wenigen Stunden fertig malt und dabei drei Pinsel einsetzt. Nach einigen Jahren musste ein weiterer Lehrer her: Leopold Peer aus Bedburg. Bei ihm ging es um akribischen Malduktus, auch wenn die Fertigstellung eines Bildes Wochen in Anspruch nahm - unter dem Einsatz von mindestens acht Pinseln!
Dienstags morgens( ! ) fuhr ich zu Herrn Peer, abends zu "Waldi", zwischendurch überkam mich die blanke Verzweiflung, nur noch von dem Wunsch getrieben, sämtliche Malutensilien wegen absoluter Unfähigkeit zu verschenken und nie mehr eine Katzenzunge (nein, nicht die aus Schoko, gemeint ist ein abgerundeter Pinsel) in die Hand zu nehmen. Irgendwann trennte ich mich von beiden Mentoren, hoffend, dass mein Weg irgenwo zwischen diesen diametral entgegengesetzten ( ! ) Malstilen liegen würde. Das Motto hieß: Üben, üben, üben...
Mittlerweile füllten sich die Räume des Hauses bis in den Heizungskeller mit meinen farbigen Versuchen und letztendlich nervte dieses zunehmende Chaos meinen ordnungsliebenden Mann so sehr, dass er in den sauren Apfel biss und ein wunderschönes Atelier anbaute. Nun kann ich toben so bunt ich will und allen, die Lust daran haben, meine Bilder zeigen. Es gibt entweder ein Glas Sekt oder eine Tasse grünen Tee und jede Menge Blumen, Obst und Gemüse.

Weitere Informationen und Bilder von Maria Th. Segschneider finden Sie unter http://mariasegschneider.de/


Ausstellungen (eine Auswahl)
19841. Einzelausstellung in Bergheim
1990Raiffeisenbank Frechen
Teilnahme an "Regenwaldwoche" Stadthalle Bergheim
1993Stadthalle Bergheim
1994VHS Kerpen
1995Rathaus Wesseling
1996Heimbach
Gemeinschaftsausstellung Museum König, Bonn
1999Gemeinschaftsausstellung Jahnhalle Kerpen
Anton-Heinen-Haus Bergheim
2000Gemeinschaftsausstellung Commerzbank Bergheim
Galerie Sattelgut Pinn, Neunkirchen-Seelscheid
2001Golfclub Velderhof Pulheim
2002Westo Pulheim
Rathaus Bergheim
2003Hotel Maritim Königswinter
Icarus - View from 100, Glenn Eure's Ghost Fleet Gallery
2004Kunstpostkarte NRW, cubus Kunsthalle Duisburg
Kunst-Tage Brauweiler
2005Kreishaus, Bergheim