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Otto Scholtes



Landschaften und Portraits

Der Künstler Otto Scholtes hat sich u.a. mit der traditionellen chinesischen Malweise auseinandergesetzt. Dieser Einfluss ist bei den hier gezeigten Arbeiten deutlich zu erkennen. Sie wirken auf den Betrachter beim ersten Hinsehen sehr reduziert, da der Künstler sich auf eine Farbe beschränkt. Nur wenige Akzente werden mit Weiß oder Schwarz hineingesetzt.

Landschaft 1; © O.Scholtes Landschaft 1; © O.Scholtes Landschaft 7; © O.Scholtes
Landschaft 1 blau, 2003
40x30cm, Lack/Lwd., ©O.Scholtes
Landschaft 1 gelb, 2003
40x30cm, Lack/Lwd., ©O.Scholtes
Landschaft 7, 2003
40x30cm, Lack/Lwd., © O.Scholtes

Die Landschaften sind lediglich angedeutet, die Portraits beschränken sich auf wenige Gesichtszüge. Bilder, die uns Betrachter auf einer meditativen Ebene ansprechen, und die uns zu einer Reise in die Traumwelt des Malers einladen.

Portrait 4; © O.Scholtes Portrait 7; © O.Scholtes Mädchen 1; © O.Scholtes
Portrait 4, 2003
40x50cm, Monotypie/Lack/Leinwand
© O.Scholtes
Portrait 7, 2003
40x50cm, Monotypie/Lack/Leinwand
© O.Scholtes
Mädchen 1, 2003
40x50cm, Monotypie/Lack/Leinwand
© O.Scholtes
Biografie

Otto Scholtes wurde 1937 in Köln geboren, eine Ausbildung zum Maler erfolgte von 1952 bis 1957. Seit dieser Zeit ist er künstlerisch tätig. Durch persönliche Umstände bis 1994 hauptberuflich im öffentlichen Dienst beschäftigt; seitdem ist er freischaffend.
Seine Arbeiten hat der Künstler seit 1980 im In- und Ausland ausgestellt. Scholtes ist Mitbegründer des Kunstvereins Wesseling im Jahr 1984. Mitarbeit in verschiedenen Künstlergruppen und politische kulturelle Arbeit im Rat der Stadt Wesseling.



© O.Scholtes

Im Atelier von Otto Scholtes

Der Künstler über seine Arbeit

Otto Scholtes vermittelt sein Wissen und Können durch Workshops in Schulen und Kindergärten. Viele seiner Arbeiten sind im öffentlichen Raum zu sehen, so in Kirchen, Artotheken, kommunalen Einrichtungen und privaten Sammlungen. 1987 erhielt er vom Kunstverein Wesseling den Kunstpreis für sein Bild "19.00 Uhr". Für sein kulturelles und künstlerisches Schaffen wurde ihm 2003 die Kulturplakette der Stadt Wesseling verliehen.

Im Laufe der Jahre entwickelt Otto Scholtes seinen Malstil von realistischer zur abstrakten Malerei, über Sinnbilder zu themenbezogenen, minimalistischen Arbeiten mit abstrahierenden Elementen. Es entstehen ab 1998 auch vermehrt Arbeiten am Computer, hier entwickelte er die "Pixel-Art", dass heißt er nimmt Bilder mit der Digitalkamera auf, verändert diese am Computer zu Pixelbildern und überträgt sie dann auf Leinwand oder andere Medien.

In letzter Zeit entstehen "Minimale Monochrome Landschaften". Die Thematik der Bilder lässt sich auf ähnliche Landschaften der chinesischen Maler zurückführen. Es sind keine direkten Kopien chinesischer Landschaftsbilder, aber Otto Scholtes bedient sich des chinesischen Malstils und bereichert seine Arbeiten durch ein wesentlich japanisches Gefühl für Poesie und Schönheit.

Seit 2002 signiert Otto Scholtes seine Arbeiten mit einem eigens für ihn in China angefertigten Stempel. (ou hua-te jia = otto maler) Die in letzter Zeit entstandenen Bilder sind eine logische Fortführung seiner ungewöhnlichen Kreativität und seines sozialkritischen Bewusstseins. Sein Interesse gilt gleichwertig der Malerei und der Skulptur, wobei alle Werke themenbezogen erarbeitet werden. Formal stellt Otto Scholtes dabei Sehgewohnheiten in Frage, arbeitet häufig "dezentriestisch" oder lässt Teile des Sujets gar außerhalb des Bildes nur in der Vorstellung des Betrachters liegen. Normalität der Betrachtung zu durchbrechen, bereitet Otto Scholtes bisweilen diebisches Vergnügen: "Die Provokation ist die Quelle der Kreativität!" Auch dann, wenn er sich über den Begriff "studiert an/bei" oder "Schüler von..." lustig macht, der etwas von "dem oder dem" habe.

Gerade deshalb besuchte er auch nicht "Die Akademie". Die gängigen Techniken hatte er bereits erlernt, wollte keinesfalls der typische Künstler sein. So hat Otto Scholtes es bis heute erfolgreich geschafft, Dinge zu tun, die zunächst ihm selbst nützen und dann gerne auch anderen nützen können. Erfolgreich Kreativität gegen Banalität zu setzen und Dinge zu unterlassen, die ihn in bestimmtes Fahrwasser bringen, ihn zu irgend etwas zwingen könnte. Ganz sicher nicht betreibt er seine Kunst oberflächlich, die der Stimmung des Augenblicks. Etwas philosophisch zu durchdringen ist Bedürfnis und fundamental für seinen Schaffensprozess. Nichts ohne Gedanken dazu, keine gedankenlose Kunst.

"Es gibt kein letztes Bild"

(Text: O.Scholtes)

Weitere Informationen finden Sie unter www.homegalerie.de.