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Rudolf Polixa

Seelenlandschaft - Widerspiegel

"Schein als Widerspiegeln des Nichtvorhandensein
Seelenlandschaft als Gemaltes ohne Schein
Wirklichkeit als Erkennung ohne Wirklichkeit"

Kleine Frau im Großen
Kleine Frau im Großen
14,7x20,2 cm, 1999,
Kuli/Aquarell, 65,- Euro © Polixa

Die Beschäftigung mit der Kunst war für Polixa immer wichtig. Als Autodidakt hat er viele künstlerische Techniken ausprobiert, u.a. interessierte er sich eine Zeitlang auch für die SW-Fotografie. So zeichnet sich sein Werk durch eine große Vielseitigkeit aus.
Polixa arbeitet mit Öl, Aquarell, Tusche, fertigt Holzschnitte und Radierungen an.

Mädchen mit Blumen
Mädchen mit Blumen
12,4x17,5 cm, 1998,
Aquarell, 65,- Euro © Polixa
Unerkannt
Unerkannt
17x24 cm, 1999,
Aquarell, 85,- Euro © Polixa

Die hier gezeigten Aquarelle sind aus den Jahren 1998 bis 2000, während die Sepia-Zeichnungen Anfang 2001 entstanden sind.
Bei allen Bildern steht der Mensch im Mittelpunkt. Der Künstler eröffnet uns einen sehr persönlichen Blick auf die dargestellten Personen. Ein Blick, der sozusagen hinter die Fassade führt - auf das, was wir vielleicht als Seele bezeichnen.

Seele muß raus
Seele muß raus
14,9x20 cm, 2001
Sepia, 65,- Euro © Polixa
Wanderer, schwer beladen
Wanderer, schwer beladen
14,9x20 cm, 2001
Sepia, 65,- Euro © Polixa

Rudolf Polixa wurde im Jahre 1944 in Köln geboren. Heute lebt und arbeitet er in Pulheim-Stommeln.

 

R.Polixa
Rudolf Polixa
Foto: © G.Wagner

Blickfeld - Gedichte und Zeichnungen

Blickfeld - ein kleiner Band, herausgegeben im Selbstverlag, aber mit einer geballten Ladung Inhalt. 40 Gedichte von Christa Wißkirchen sind kombiniert mit 14 teilweise kolorierten Federzeichnungen von Rudolf Polixa. Beide Teile, der literarische und der zeichnerische, sind eigenständig, aber sie befruchten sich auch gegenseitig.

Im Blickfeld der Zeichnungen Polixas steht der Mensch, meist allein und dem Betrachter nicht sehr entgegen kommend. Man spürt die Isolation der Dargestellten, ihren Schmerz und die Frustration.

Ein lesens- und anschauenswerter Band, der zum Nachdenken anregt und Zeit fordert in einer Zeit, die Nachdenken braucht.


Auf zwei Ebenen - gemeinsam
Auf zwei Ebenen - gemeinsam

Blickfeld erscheint in einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren zum Preis von 10,- Euro. Erhältlich über Rudolf Polixa (Tel. 0 22 38 - 1 49 98) oder in der Buchhandlung Glaeser in Pulheim, Christianstr. 37-39 bzw. in Pulheim-Stommeln, J.Gladbach-Platz 1a.

Ich als Künstler

von R.Polixa

Immer noch schaue ich mir gerne Ausstellungen an, ebenso gehe ich gerne in eine Kirche. Hier kann man immer geistige Nahrung bekommen, mal ein Festmahl - mal eine karge Kost. Nach einem Ausstellungsbesuch spüre ich dann den Drang in mir "Mach es auch, mach weiter. Ich komme nach Hause in mein kleines Atelier- oder besser in mein Studio und fange an. Aber es wird nicht das, was ich gesehen habe, es wird "ich", nicht "du" oder das "andere". Gut so!

Immer verfalle ich in meine Themen und Darstellungsweisen. Den Wunsch, es besser zu machen, habe ich nicht. Das Bild oder auch das Werk soll nach mir aussehen. Doch was sind meine Themen? Eigentlich weiß ich es gar nicht. Sie wechseln, ich bin wechselhaft. Man kann auch sagen veränderlich. In der Wechselhaftigkeit liegt ja eigentlich auch Entwicklung.

Wenn ich mit den farbigen Händen und dem mit Verdünnung getränkten Lappen über das Papier wische, weiß ich ja oft gar nicht, was ich da will. Es steht überhaupt noch nicht fest, was das eigentlich werden soll.
Manchmal meine ich, das wird was, aber was? Sicher geht vor dem eigentlich Bildwerden eine Geschichte, eine Beschäftigung vorweg oder auch eine Musik. So z.B. die Musik von Gustav Mahler, die zu Holzschnitten führte. Dennoch lässt sich der Ursprung des gemalten nur erahnen. Planloses Bildermachen kommt wohl dem künstlerischen am nächsten. Cioran weist schon darauf hin, indem er sagt: "Jedes planmäßige Streben, auch nach dem Nirwana selber, ist eine Fessel, wenn man nicht bereit ist, davon abzusehen". Also kehren wir ein in die Hütten der Ahnungslosen, der Planlosen und Nichtwisser. Unser kompliziertes Wissen hat keine besseren Bilder zu Tage gefördert als die Höhlenwesen in grauer Vorzeit. Wir machen nur angepasstere Bilder. Angepasst an unsere Zeit, unseren Problemen und Erscheinungen.

Mehrere Jahre habe ich in kleinen Formaten gearbeitet, um meine "Handschrift" zu kultivieren, mit Feder und Tusche oder auch mit einem dünnen Pinsel. Ich spürte immer mehr, wie meine Hand wie von selbst immer den gleichen Weg auf dem Papier zurücklegt. Ich hätte wohl die Augen zumachen können, es wäre auch so gegangen. Was oft dabei herauskam, waren Gesichter - z.T. hässliche Gesichter. Ich weiß nicht, warum. Bei den größeren Formaten ist es auch so, am Ende kommt eine Fratze oder Gewalt zum Vorschein. Vielleicht liegt es einfach an den Umständen, die uns ja täglich begleiten, eben angepasst, Fernsehen, Zeitungen - die ich kaum lese sondern nur sehe - in denen wir die schrecklichen Bilder sehen. Bei denen wir uns fragen: "Warum lässt Gott das zu?"

Ist es die grenzenlose Phantasie, das "Mächtige" im Menschen. Der "Naturlaut", der ihn zum Künstler macht? Oder ist es doch ein Engel, der die Hand führt, wie es David Messer gesagt hat? Vielleicht ist es doch eher die Sensibilität für Erfahrung, eine Sensibilität für außersinnliche Formen der Kommunikation?

Eine Frage. mit der sich die Theoretiker mehr abmühen müssen als die Künstler selber, diese haben schon mit sich genug zu tun.
Gehört das Zerreißen von Bildern zum Werk eines Künstlers, gehört es zum Schöpfungsakt, wenn man über 300 Arbeiten in wenigen Stunden vernichtet? Ja, sie haben die Reifezeit eines "Käses" nicht überstanden. Letztlich ist alles Käse. was ich künstlerisch mache, und alles muss den Reifeprozess eines Käses abwarten. Übrigens sollte das auch ein Sammler tun, warten und beobachten. Bei einigen Stücken wird er früher oder später feststellen: "Überreif. das Zeug muss weg". Vernichten oder einen anderen Feinschmecker finden.
© Rudolf Polixa

Der Schrei

Der Schrei
1998, Aquarell, 17x24,8 cm, verkauft, © Polixa

Ausstellungen

Gruppen-Ausstellungen
1981 Köln, Galerie Libra
1991 E-Tarragona, Rathaus
1992 Grevenbroich, Kreissparkasse
1994 Leverkusen, Haus Becher
B-Ostende, Fine Art-Galerie
Dormagen, Kunstverein in Knechtsteden
1995 B-Ostende, Fine Art-Galerie
Dormagen, Kulturhaus-Galerie
Aachen, Kornelius-Galerie
1996 B-Ostende, Fine Art-Galerie
1997Bad Münstereifel, Galerie Lammel "Zachor"
B-Ostende, Fine Art-Galerie
F-St. Andre, Kulturhaus
B-Izegem, Art-Messe
Dormagen, Kulturhaus 1. D'art
1998 Knechtsteden, Basilika
Dormagen, Kulturhaus 2. D'art
Monheim, BAYER Pflanzenschutzzentrum
1999 Pulheim, Kunstverein 99 Pulheim
Grevenbroich-Ewinghofen, in Reiters Scheune
Dormagen, Kulturhaus 3. D'art
Einzel-Ausstellungen
1989 Pulheim, Synagoge in Stommeln
1993 Dormagen, Kunstverein in Knechtsteden
Köln, Galerie Schröder und Partner
Aachen, Kornelius-Galerie
1995 Dormagen, Rahmen und Bilder Galerie Kurth
1996 Aachen, Kornelius-Galerie
1997Stadt Pulheim, Rathaus
Dormagen, Kunstverein in Knechtsteden
1998 Pulheim, Privatausstellung
1999Dormagen, Kunstverein in Knechtsteden
Hilden, Kunstraum
Pulheim - Stommeln, St. Martinus Kirche
2000 Dormagen, Kunstverein in Knechtsteden
Pulheim-Stommeln, Altarbild
Brühl, Rathausgalerie
2001 Hilden, Haus Hildener Künstler
Polixas Arbeiten sind bereits in mehreren privaten Sammlungen vertreten.