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Nikolaus Grathwohl |
Einsichten |
Der in Brühl lebende Künstler arbeitet in einem Kölner Atelier. Seine abstrakten Leinwandarbeiten entstehen in vielen überreinanderliegenden Schichten, in denen er die Acrylfarbe aufträgt. Zwischen den Arbeitsgängen können auch schon mal mehrere Tage oder Wochen liegen, dabei kann es sein, dass auch die ganze Bildfläche überarbeitet wird. Die dabei wachsenden Farblandschaften zeugen als Endprodukt von einer erfolgreichen Suche des Malers nach dem geglückten Bild. | ||
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| o.T., 2005, 70x70cm Acryl/Nessel © N.Grathwohl |
o.T., 2005, 70x70cm Acryl/Nessel © N.Grathwohl |
o.T., 2005, 70x70cm Acryl/Nessel © N.Grathwohl |
"Nikolaus Grathwohl ist ein Maler, der die Formensprache des abstrakten Expressionismus weiterentwickelt und intensiviert. Grathwohl malt mit leuchtenden Acrylfarben große, und bis vor kurzem vor allem hochformatige Bilder. Trotz der opulenten Farbigkeit und dem räumlichen Eindruck, den der Künstler in seinen Werken erschafft, handelt es sich bei dieser Arbeit doch auch um ein subjektiv-analytisches Verfahren, mit welchem Grathwohl den Prozess der Bildentstehung reflektiert. Die Intensität seiner gegenstandslosen Bilder beruht auf der Verwendung von spannungsvollen Kontrastwirkungen zwischen kühlen und warmen Farben, Komplementär- und Primärfarben wie auch auf einem Kompositionsprinzip, das die malerischen Strukturen des Vorder- und Hintergrundes zueinander in Beziehung setzt, sie gegeneinander ausspielt oder in harmonische Verbindung bringt. Im Vordergrund der Bilder erscheinen oft kräftige, klar gesetzte, rote, blaue und gelbe Farbstreifen, die von der Dynamik und Geschwindigkeit des Malprozesses berichten." |
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| o.T., 2004, 150x150cm Acryl/Nessel © N.Grathwohl |
o.T., 2003, 150x150cm Acryl/Nessel © N.Grathwohl | |
"Auch wenn Bilder vom Moment losgelöste Abstraktionen von spezifischer Lebendigkeit sind, müssen sie eine deutliche Sprache sprechen, damit sie überhaupt gehört werden. Das bedeutet: Abstraktionen sollen nicht nur Bekanntes zusammenfassen, sondern auch Wege eröffnen, latent Bekanntes, lediglich Gefühltes, Erahntes in einer inspirierenden Kombination zu erkennen. Der "Wurf" ist die inspirierende Kombination: Die Eingrenzung der verlässlichsten Gewissheiten, und deren fröhlicher Überschreitung. Ein Abbild des Lebens, die Schattierungen des vom bislang Geprägten, und die Schatten, die die Ahnungen, Erwartungen und Ängste vorauswerfen. Nichts ist heller als das Leben selbst, und wenn ich sehe, dass Niko's Kunst kein Blendwerk ist, so scheint mir die Überwindung der gefährlichsten Hürde bereits vollzogen." | ||
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| o.T., 2000, 300x150cm Acryl/Nessel © N.Grathwohl |
o.T., 2005, 300x150cm Acryl/Nessel © N.Grathwohl |
o.T., 2003, 300x150cm Acryl/Nessel © N.Grathwohl |
Biografie Der 1958 in Freiburg geborene Künstler studierte Freie Kunst in Aix-en-Provence und in Berlin. An der Hochschule der Künste machte er den Abschluss als Meisterschüler. Seit 1988 arbeitet er in seinem Kölner Atelier. Er lebt mit seiner Familie in Brühl. |
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| 1986 | Universiade - Kobe, Japan 10. Biennale Méditerranéenne - Nizza, Frankreich | |
| 1988-1990 | "Ouverture Internationale" - Künstlerbegegnungen mit Ausstellungen in Frankreich, England, Norwegen und Deutschland | |
| 1989 | Gouachen - Stadtsparkasse Dortmund | |
| 1993 | Ortsbestimmungen - BBK Hessen, Gießen | |
| 1994 | "Innen - Außen" - Dollinger - Grathwohl - Schostak - Galerie im Körnerpark, Berlin | |
| 1996 | Kartause - ev. Stadtkirchenverband, Köln | |
| 2002 | Coincidence - Villa Ignis, Köln | |
| 2003 | Neue Bilder - Jahresausstellung des Kunstverein Erftstadt Sozialgericht, Düsseldorf | |
| 2004 | ROT - Rathausgalerie, Brühl | |